Freitag, 6. März 2026
Je t'embrasse
waly, 00:28h
Eine Umarmung, so dicht, so warm, weckt die Ahnung davon, wie es sein könnte. Sie erkennt worüber der Kopf noch fragt. Manches bedarf keiner Worte, um zu wissen, manches ist einfach da. Die Sehnsucht des Anderen wird zur eigenen und die Zuneigung. Gesprochenes bleibt in der Luft zwischen Atemzügen stehen, während Berührung alle Grenzen überwindet. Wie ich sie vermisse, diese Vertraute! Seine, meine, aller. Zwischen unseren Köpfen liegen Welten, zwischen einer einzigen Berührung nur der Hauch von Erinnerung an eine Vergangenheit, in der Berührung alles war. Einssein.
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Donnerstag, 29. September 2022
Vernunft
kundrie, 00:12h
Es ist an der Zeit, sagt sie. Du musst jetzt ein letztes Mal stark sein und aufräumen. Deine Sachen mitnehmen und die Türe leise hinter Dir schließen, denn dieses menschliche Sein ist abgelaufen.
Ich möchte die Augen schließen und schlafen. Im Kopf Gespräche, die nie mehr geführt werden. Im Herzen ein unbetäubbarer Schmerz. Die Schränke sind leer, doch die Spuren bleiben. In mir, in Dir.
Wer ist sie, die mich zur Stärke ermahnt und mir so viel Kraft abringt, wie kein Herakles hätte haben können? Sie hat mich gewarnt, mich gewähren lassen und kann mich dennoch nicht retten. Wie soll ich es tun, wenn meine Grundfeste abgerissen wurden?
Ich möchte die Augen schließen und schlafen. Im Kopf Gespräche, die nie mehr geführt werden. Im Herzen ein unbetäubbarer Schmerz. Die Schränke sind leer, doch die Spuren bleiben. In mir, in Dir.
Wer ist sie, die mich zur Stärke ermahnt und mir so viel Kraft abringt, wie kein Herakles hätte haben können? Sie hat mich gewarnt, mich gewähren lassen und kann mich dennoch nicht retten. Wie soll ich es tun, wenn meine Grundfeste abgerissen wurden?
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Mittwoch, 23. Oktober 2019
Vermissung
kundrie, 01:22h
Vor Jahren hast du mir zum ersten Mal dieses verschmitzte Lächeln geschenkt, deine ungeteilte Aufmerksamkeit, während der Augenblick stehenblieb, rannten Worte und Blicke zwischen uns hin und her, stand die Sehnsucht im Raum und das Vermissen, gleichzeitig mit Hoffnung und Wagnis und der Illusion, dass es niemals enden würde, wie es im Augenblick niemals endet, weil im Augenblick die Unendlichkeit greifbar wird, wie sie jedes Mal greifbar wurde, wenn du meinen nackten Körper berührt hast, wo jetzt nur noch das im Raum bleibt, was ohne die Hoffnung und Illusion übrig bleibt.
Eine Fleck, noch feucht, noch dunkler als seine Umgebung, seine Essenz, die bald verdunstet, wo nichts bleibt als die Sehnsucht nach dem Augenblick.
Eine Fleck, noch feucht, noch dunkler als seine Umgebung, seine Essenz, die bald verdunstet, wo nichts bleibt als die Sehnsucht nach dem Augenblick.
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