Donnerstag, 20. November 2008
Erst als ich zucke und mich umsehe, weiß ich, daß es ein Traum gewesen ist. Neben mir, von wo du noch vor wenigen Sekunden deine Hand nach mir ausstrecktest, sie zwischen meinen Beinen vergrubst und deine Finger in mich drangen, ist nicht einmal eine Kuhle geblieben.

Und doch liegst du nur wenige Tage später am selben Platz. Deine Hand streicht über meine nackte Haut, deine Finger gleiten durch meine Nässe in mich hinein.

Als ich dieses Mal aufwache, finde ich ein Haar von dir. Du hast so viele, dass du es nicht vermissen wirst. Ich jedoch werde das Kissen nicht mehr aufschütteln, aus Angst, ich könnte das letzte kleine Stück von dir verlieren, das mir noch geblieben ist.

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Mittwoch, 8. Oktober 2008
Mir träumte, ich laufe in Eile den Hang hinunter und vergesse, mich von dir zu verabschieden. Da sind so viele Menschen, viele Freunde, viele Geliebte, die ich noch einmal umarmen möchte. Du bist bereits über die Grenze und ich habe keine Ausweisdokumente bei mir. Also lehne ich mich über die Grenze - ein offener Türrahmen - um dir zuzurufen. Was habe ich mir nur dabei gedacht? Wie konnte ich dich vergessen?

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Dienstag, 7. Oktober 2008
An manchen Tagen bist du so unerreichbar wie eine Fata Morgana. Sobald man meint, dort am Wasser angekommen zu sein, ist es ein Stück weiter in die Ferne gerückt. Und ich laufe wie eine Durstende barfuß durch den heißen Sand. Dir entgegen. Doch du bist mir immer einen Schritt voraus.

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